nachdenken über führen

Ich dachte, leise Menschen führen nicht. Dann wurde ich Präsidentin.

Wie ich vom Nicht-auffallen-Wollen zu ruhigem Führen fand ohne lauter zu werden.

Ich bin vor 10 Jahren nach Wien gezogen. Ich war ganz neu und kannte niemanden.

Ich habe leise meine Arbeit gemacht, habe nicht an mich geglaubt und meine ruhige Seite gejudged.

Mein Motto: Ja nicht auffallen.

Ich gehe den vorgegebenen Weg der Gesellschaft. Also, was halt erwartet wird.

Die Leistung war wichtig. Gutes Geld verdienen nach dem Studium war wichtig.

Der erste Bruch mit der Gesellschaft

Wien hat mir so viele Möglichkeiten eröffnet, dass ich den Traum, Architektur zu studieren, wieder als realistisch gesehen habe. Den ich mit 18 aufgegeben hatte, weil ich limitierende Glaubenssätze hatte wie “Ich bin nicht kreativ genug” und „Damit verdient man im Beruf nicht viel Geld.”

Obwohl ich einen gut bezahlten Job hatte, habe ich mich für den Beginn des Studiums entschieden.

Ich dachte, ich sei zu alt, um neu zu beginnen. Mit 22 😅

Ich kannte es nicht anders als den straightforward Weg, und dachte, dass ich jetzt 3 Jahre verloren habe.

Ich habe mich für mich entschieden. Gegen das Geld. Weil ich diesen Frust jedes Mal spürte, wenn ich meine Zeit bei der Arbeit verschwendete.

Rückblickend war das meine erste erwachsene Entscheidung gegen Sicherheit und für Selbstachtung.

Ich habe mich gegen den “normalen” Weg entschieden und ich habe monatelang darüber nachgedacht, weil ich so in dieser People-Pleasing- und “Was jetzt wohl die anderen von mir denken”-Gedankenspirale festgesteckt bin.

Ich habe ein Studium wieder von vorne begonnen. Und dieses Mal hat es mein Leben verändert.

Ich habe viel gelernt…

Zu lesen, dass ich nicht die Einzige bin, die ruhig ist, hat viel negativen Bullsh*t aufgelöst.

Ich habe mich immer runtergemacht, weil ich ruhig bin, nicht verstanden werde, und nicht gehört werde.

Ich habe gelernt, dass Ruhigsein etwas Gutes ist. Und mit kleinen Schritten habe ich mich zuerst akzeptieren und dann lieben gelernt.

Und dann habe ich weitere kleine Schritte gemacht. Aus Ehrgeiz und Passion. Nicht, weil ich selbstbewusster werden wollte.

Sondern weil ich meine Erfahrungen des kulturellen Austausches weitergeben wollte.

Ohne zu wissen, was mich erwartet und wie sehr ich wachsen werde, habe ich mich für immer verantwortungsvollere Positionen in einem Verein wählen lassen. Am Ende habe ich 2 Jahre den Verein mit 40+ Mitgliedern geführt, Hauptversammlungen geleitet, und Workshops gehalten.

Und all das hat mit dem Wunsch, ehrenamtlich zu helfen und dann mit fremden Leuten am Infostand zu reden, gestartet.

Ich habe ruhig geführt, ohne mich zu verstellen.

Natürlich war ich nicht fehlerfrei, und es war nicht einfach, vor allem weil ich den Verein zur COVID-Zeit geführt habe, aber es hat sich gelohnt.

Ein Mitglied hat mich Supergirl genannt und mein Bild sehr schlecht auf den Kopf von Supergirl gephotoshopt (siehe Beweis unten). Einfach so. Und das Bild habe ich immer noch über meinem Schreibtisch hängen, weil es mich daran erinnert, wie viel ich geschafft habe.

Ich höre immer noch, dass ich eine super Präsidentin war. Am Ende wurde ich auch in die Liste der TU Wien Under 30 gewählt.

Das Architektur-Studium alleine war auch eine Herausforderung, vor allem weil wir jedes Semester unsere Projekte präsentieren mussten. Aber meine Zeit im Vorstand des Vereins hat mein Selbstvertrauen gestärkt, meine Social-Skills verbessert und gezeigt, wie viel ich schaffen kann.

Was ich damals nicht wusste: Selbstvertrauen entsteht, wenn du Beweise sammelst, dass du dir selbst vertrauen kannst.

Introvertiertes Leadership

Ich habe gelernt, wie introvertierte Führung aussieht und wie schlechte extrovertierte Führung aussieht.

Du kannst noch so gut reden, aber wenn du dann nichts tust, dann motivierst du niemanden, etwas zu tun.

Statt viel zu reden, habe ich Verantwortung übernommen, war zuverlässig und habe mich auf die wichtigen Dinge konzentriert.

Und das ist in einem Verein, in dem alle freiwillig neben dem Studium dabei sind, wichtig.

Introvertiertes Leadership besteht für mich aus 4 Dingen:

  • Vorbereitet sein statt spontan: Führe mit Klarheit, Struktur und guten Entscheidungen.
  • Fokussierte Action statt Anerkennung: Du führst nicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern weil dir die Sache/Projekt wichtig ist.
  • 1:1 und Empathie: Tiefe Verbindungen können mehr bewirken.
  • Verlässlichkeit statt Lautstärke: Zeige dein Leadership durch Taten, nicht durchs Reden.

Ich habe gelernt, dass ich nicht lauter sein muss. Die Leute haben mir zugehört, weil sie mich respektiert haben und ich alle persönlich ins Herz geschlossen habe.

Mein Selbstvertrauen bekam einen riesigen Boost, und es hat mir gezeigt, dass:

Leise Stärken heißen nicht, dass du sie versteckst, sondern dass du sie mutig nutzt.

Ich bin den Weg zu mehr Selbstvertrauen gegangen und er hat mir den Mut gegeben, mein Unternehmen zu starten.

Wenn ich das schaffe, dann schaffst du das auch!

Und genau deshalb gehe ich raus und werde sichtbar: Leise führen ist möglich. Du musst dich nicht verstellen.

Dabei geht es nicht nur darum, eine Führungsposition zu übernehmen, sondern auch darum, dass du dein Business mit deinen Stärken führst und Leadership beweist. Mit Klientinnen, Kooperationen und Grenzen setzen.

Du musst auch nicht diesen langen Weg gehen so wie ich. Mit meiner Unterstützung und meinem Wissen kürzt du das ab und kannst schneller selbstbewusst sichtbar sein für dein Herzens-Business. Eine legitime Abkürzung.

Vielleicht wartest du auch darauf, selbstbewusster zu werden, bevor du sichtbar wirst.

Aber es funktioniert eigentlich andersherum: Du gehst kleine sichtbare Schritte, und dadurch entsteht Selbstvertrauen.

Wenn dich diese Themen auch beschäftigen und du in deinem selbstbewussten, erfolgreichen Ich angekommen möchtest, dann buche dir ein kostenfreies, unverbindliches Erstgespräch und ich erkläre dir alles zu meinen 6-/9-monatigen Mentoringprogrammen.